Die Lieblingsworte meiner Frauenärztin sind “alles zeitgerecht”. Und damit nahm sie mir heute wieder ein Stückchen meiner Angst, denn sie sagte es ungefähr 10 Mal.
Bei der heutigen Untersuchung durfte ich zum ersten Mal in das CTG-Zimmer, aus dem ich sonst während der Wartezeit immer nur laute Geräusche fremder Babys hörte. Heute kamen aus dem Zimmer die Geräusche des Julikindes. Zuerst suchte die Arzthelferin nach den Herztönen, sagte aber dass es vermutlich noch zu früh dafür sei. Nach minutenlangem Treten gegen diesen Knopf auf dem Bauch wandte das Kind uns dann doch mal den Rücken zu und wir durften wunderschöne beruhigende Herztöne hören. Hach ist das schön. Danach kam ich an den Wehenschreiber, der auch nichts auffälliges zeigte.
Ich bin wieder eimmal sehr glücklich in dieser Arztpraxis geblieben zu sein. So oft lese ich wie kurz angebunden Ärzte und Arzthelferinnen zu manchen Schwangeren sind, in “meiner” Praxis ist das absolut nicht so. Die Arzthelferin begrüßt mich beim Reinkommen mit Namen (na gut, ich bin auch relativ häufig da), ist immer super freundlich und fragte mich als ich auf der Liege im CTG-Zimmer lag erst dreimal ob ich denn auch wirklich bequem liege. Zwischendurch kam sie mehrmals rein und fragte, ob alles ok sei. Man fühlt sich da schon gut umsorgt. Auch meine Ärztin nimmt sich immer viel Zeit und da ich nicht immer privat versichert war, kann ich bezeugen, dass sie das nicht aufgrund meines Krankenkassenstatus macht.
Beim Ultraschall war dann auch wieder alles super, das Julikind ist noch immer ein Mädchen und wiegt 350 Gramm. Meine große Angst vor Schwangerschaftsdiabetes wurde damit auch beruhigt, denn das Gewicht ist absolut durchschnittlich für die 20. Woche. Zudem hat mein Opa am Wochenende nach dem Essen mal meinen Blutzucker gemessen, der war super.
Einzig die Schmerzen im Bauch nach schon wenig Anstrengung findet meine Ärztin so gar nicht lustig. Sobald ich mich ausruhe sind die Schmerzen aber wieder weg. Der Gebärmutterhals ist nicht verkürzt, dennoch rät meine Ärztin weiter dazu mir nicht zu viel zuzumuten.
Als nächstes steht nun die Feindiagnostik an. Ich denke mal, dass das auch unspannend wird, aber die wollte ich im Gegensatz zur Nackenfaltenmessung machen lassen. Meine Ärztin hat mir da so ne super-duper Praxis empfohlen, da werde ich einen Termin machen. Dafür wird sich der Mann dann auch frei nehmen, denn er ist ein bisschen traurig dass er so wenig mitbekommt bisher.
Insgesamt geht es mir deutlich besser als noch letzte Woche, ich spüre das Julikind nun täglich und das beruhigt ungemein. Noch immer habe ich Angst, aber die begleitet einen wohl einfach. Aber die Albträume sind ein paar Tage ausgeblieben, das verschafft schonmal deutlich ruhigere Nächte.
Dennoch ist für mich einiges noch total unwirklich. Da ist ein Baby in meinem Bauch, irre. Und so so schön.
