Ansprüche

Bis vor kurzem dachte ich, ich wäre gar nicht so bedacht darauf „alles richtig“ zu machen in der Kindererziehung. Und jetzt wo ich grade einiges auf den Prüfstand stellen muss, um zu gucken an welchen Stellen ich mir das Leben ein bisschen einfacher machen kann, stelle ich fest, dass ich doch recht hohe Ansprüche habe.

Fernsehen zum Beispiel ist böse, das weiß man ja. Unter drei am besten gar nicht, danach nur in homöopathischen Dosen. So liest man es überall, selbst bei der Schuleingangsuntersuchung wurde nach dem Medienkonsum gefragt. Das führte in der Vergangenheit zwar nicht dazu, dass ich meine Kinder nicht fernsehen ließ, sehr wohl aber schürte es mein schlechtes Gewissen. Ausschlafen am Wochenende und die Kinder vorm Fernsehen parken? Neeein, das macht natürlich niemand. Ja doch, mache ich. Und stehe dann irgendwann mit schlechtem Gewissen auf.

Dafür muss man aber wenigstens genug an die frische Luft gegangen werden. Möglichst aufregende Ausflüge müssen geplant und durchgeführt werden, denn sonst hat man in der Erziehung versagt. Das Problem dabei ist, dass ich diese Gedanken wirklich immer im Hinterkopf habe. Einen freien Tag nur zuhause kann ich kaum genießen, denn das kleine Stimmchen im Kopf sagt mir, dass ich es hätte besser machen müssen. Andere machen schließlich auch so viel, spazieren kilometerweit oder füllen freie Zeit sonstwie sinnvoller.

An diesen Ansprüchen muss ich arbeiten. Meine Kinder verblöden vermutlich nicht, wenn sie zwei Stunden fernsehen. Und sie werden auch keine übergewichtigen Faulenzer, weil sie nicht täglich einen Marathon laufen. Also vielleicht werden sie das trotzdem, aber dazu muss wohl mehr passieren als fehlende Spaziergänge.

Wenn mein Bauch dann bald verstehen würde, was mein Kopf eigentlich weiß, wäre das Leben für mich also schon ein kleines bisschen einfacher.

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Hallo 2018!

Da ist es, das neue Jahr. Es fühlt sich ein bisschen wie endlich aufatmen an, dass das Jahr 2017 vorbei ist. Bescheuert, als wäre alles anders nur weil ein neues Jahr beginnt. Man sagt das immer so, dass man eine neue Seite aufschlägt, von neu beginnt und so. Aber eigentlich hat man nur eine Nacht geschlafen (oder auch nicht) und ein neuer Tag beginnt. Nur weil sich jemand überlegt hat, dass man die Jahreszeiten in eine Kalenderform presst und das alles zählt ist es nicht automatisch alles neu an einem anderen Tag. Ihr versteht was ich sagen will.

Und trotzdem. Mir bedeutet der Jahreswechsel etwas. Ich denke über das vergangene Jahr nach und überlege was im neuen Jahr so ansteht. Im vergangenen Jahr hatte ich mir vorgenommen einen weniger stressigen Alltag zu haben. Das hat nicht geklappt. Zwar arbeite ich „nur noch“ 30 Stunden in der Woche, aber alles rundherum hat sich nicht entspannt. Mein Mann ist noch immer Küchenchef und arbeitet dementsprechend viel. Es gibt deutlichen Optimierungsbedarf wie man so schön sagt. Ich wusste immer, dass man sich als Elternteil auch Freiräume schaffen muss, um nicht durchzudrehen. Umgesetzt habe ich das aber nicht. Das war ein Fehler im vergangenen Jahr und die Konsequenz bade ich zur Zeit aus. Deshalb ist das mit dem entspannteren Alltag erneut ein Vorsatz für 2018. Zumindest wird es eine Veränderung geben, denn ich werde bald einen Großteil meiner Arbeit von zuhause machen können. Ich könnte damit Entlastung schaffen und hoffe wirklich, dass ich das auch so umsetze und nicht die Gelegenheit nutze noch mehr zu arbeiten.

In diesem Jahr wird mein großes Kind eingeschult. Die Entscheidung für eine Grundschule fiel uns sehr schwer und wurde letztendlich von mir getroffen. Im Frühjahr erfahren wir dann, ob wir den Platz dort auch wirklich bekommen. Dann wird ein neues spannendes Kapitel Ende des Sommers beginnen mit der Einschulung. Darauf freue ich mich sehr und ich bin überzeugt davon, dass meinem Kind die Schule gefallen wird. So ein wissbegieriges und kluges Mädchen, sie wird das rocken.

Damit wird die Kleine ab da allein in den Kindergarten gehen. Seit dem Sommer ist sie bei ihrer großen Schwester in der Gruppe, was auch gut funktioniert. Dennoch ist es sicher gut für die beiden, dass sie sich nicht mehr den ganzen Tag sehen und jede ihr eigenes „Ding“ haben wird. Auch das ist etwas, auf das ich mich freue.

Die noch schulfreie Zeit werde ich im Frühjahr dafür nutzen mit den Mädchen auf eine Mutter-Kind-Kur zu fahren. Drei Wochen Auszeit werden uns gut tun und ich erhoffe mir davon einiges.

Außerdem bekomme ich dieses Jahr mein erstes Tattoo. Ich fürchte das wird nicht das Einzige bleiben, ich hab schon jetzt noch weitere Ideen.

Ansonsten habe ich gar keine allzu großen Vorsätze für 2018. Glücklich sein würde mir reichen.

Jahresrückblick 2017

Tja, was soll ich sagen? Den Rückblick nicht zu schreiben fühlt sich so falsch an, dass ich es einfach tun muss.

 

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Bei Twitter las ich gestern einen Tweet, der wohl perfekt zu meinem Jahr passt.

2. Glücklich gewesen?

Immer mal wieder, aber leider ist das nicht das vorherrschende Gefühl des Jahres. Sehr glücklich war ich in unserem Urlaub auf Kos zum Beispiel. Es gab einige schöne Dinge in diesem Jahr, die ich auch nicht vernachlässigen möchte, aber so richtig glücklich war ich in diesem Jahr nicht.

3. Haare länger oder kürzer?

Kürzer, aber noch immer lang.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Wie immer, keins von beidem.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Ich glaube aufs Jahr gesehen genau wie 2016.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Den gleichen Job seit zwei Jahren, dafür so richtig und vollkommen angekommen in dem was ich mache und damit sehr zufrieden. Ich habe so tolle Kolleginnen und mache meine Arbeit richtig gern.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Auch das dürfte sich im Gesamten mit 2016 die Waage halten.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?

Ich kann mich an nichts erinnern.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Ich glaube mehr als 2016, aber sicher bin ich mir nicht. Zwischendurch habe ich es mal mit Sport probiert, leider nach wenigen Wochen wieder aufgegeben. 2018 dann…

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Wir waren in diesem Jahr alle ziemlich gesund. Ich habe das Jahr zwar mit einem lange anhaltenden und fiesen Husten gestartet, die Kinder waren dafür bis zum Jahresende nicht krank. Erst vor ein paar Wochen hatte die Große eine ansteckende aber harmlose Erkrankung, kurz darauf lag die Kleine kurz mit Magen-Darm flach. Das ist mit dem Vorjahr verglichen gar nichts.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die schlimmsten Erkrankungen sind die, die man gar nicht immer direkt erkennt und doch so heimtückisch sind.

12. Der hirnrissigste Plan?

An einem Feiertag allein mit zwei Kindern einen Indoor-Spielplatz zu besuchen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Ich bin so langweilig, ich mache nichts gefährliches.

14. Die teuerste Anschaffung?

Das zweite Auto.

15. Das leckerste Essen?

Ungefähr alles im Urlaub. Ich mein, es gab zu jedem Essen Feta. Was gibt es besseres?

16. Die beste Serie?

The Crown. Trotz wenig Spannung habe ich mich in die Serie verliebt. Die Kombination aus Geschichte und Persönlichem finde ich genial umgesetzt. Jetzt habe ich grad die zweite Staffel beendet und finde sie auch super. Also mal was ganz anderes als alle anderen Serien, die ich sonst gucke.

17. Der ergreifendste Film?

Amy – The girl behind the name

Der Film ist schon aus dem Jahr 2015, ich habe ihn erst in diesem Jahr entdeckt und war sehr ergriffen von der Dokumentation ihres Lebens. Die Umsetzung mit den vielen persönlichen Videos und Audiokommentaren fand ich großartig.

18. Die beste CD?

Beatsteaks – Yours.

19. Das schönste Konzert?

Beatsteaks. ENDLICH live gesehen und es war so großartig.

Auch Judith Holofernes und Clueso, die ich beide dieses Jahr live gesehen habe, waren toll. Nur ganz vorn sind die Beatsteaks, weil ich danach komplett durchgeschwitzt und glücklich war.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Meinen Arbeitskollegen? 😉 Ansonsten wie immer mit den Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie.

22. 2017 zum ersten Mal getan?

Ein Kind in der Schule angemeldet.

23. 2017 nach langer Zeit wieder getan?

Meinen Ehering getragen.
24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Reperaturkosten des Autos, viele viele Grübeleien, die Überstunden des Mannes.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Tochter davon, dass sie viel mehr kann als sie sich selbst zutraut.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das Gartenspielhaus für die Kleine zur Taufe. Das habe zwar nicht nur ich, sondern die ganze Familie geschenkt, aber ich habe stundenlange Recherche nach dem perfekten Haus sowie der Umsetzung betrieben. Schlussendlich ist es ein zauberhaftes Häuschen geworden, das mit der Zeit noch weiter eingerichtet und verschönert wird.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Einen Gutschein für die Claudius Therme, denn dort hatte ich einen wunderbar entspannten Tag, den ich sehr genossen habe.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich will für immer bei dir bleiben.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Da kann ich mich leider an keinen erinnern.

30. Dein Wort des Jahres?

Urlaub.

31. Dein Unwort des Jahres?

Schulanmeldung.

32. Deine Liebglingsblogs des Jahres?

Ich lese nur noch eine handvoll Blogs und die manchmal sehr zeitverzögert. Aber den Blog von Frau Kassiopeia lese ich immer und freue mich so ein kleines Stück Alltag miterleben zu dürfen.

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

Jahresrückblick 2010 | Jahresrückblick 2011 | Jahresrückblick 2012 | Jahresrückblick 2013 | Jahresrückblick 2014 | Jahresrückblick 2015 | Jahresrückblick 2016

Arschbombe

Bei diesem schönen Frühlingswetter verbringen wir die Nachmittage im Moment nur im Garten. Unser Garten ist ja ein kleines Kinderparadies mit Schaukel, Sandkasten und großem Trampolin. So hüpft das Julimädchen manchmal Ewigkeiten auf dem Trampolin und singt dabei.

Gestern hüpfte sie wieder so vor sich hin und schrie dann laut: „ARSCHBOMBE!“

Man muss nun vielleicht wissen, dass wir nicht verlassen irgendwo auf dem Land wohnen, sondern um uns herum viele Häuser sind und die Nachbargärten an allen Seiten an unseren Garten grenzen. Alles offen, jeder konnte sie hören.

Und dann sprang sie wieder und schrie wieder: „ARSCHBOMBE!“

Nach dem fünften Mal sagte ich zu ihr, dass Arsch kein so schönes Wort ist und sie das bitte nicht so durch die Gegend brüllen soll. Ihre folgende Argumentation war dann aber schlagend: „Mama, aber das heißt so! Sonst würde das ja nur ‚Bombe‘ heißen. Nein, das heißt Arschbombe. So wie Arsche.“

Und als Aufklärung für alle Nicht-Rheinländer: mein Kind ist ein kölsches Mädsche und spricht alles mit sch aus. Sie hat demnach absolut keine Ahnung was Arsch heißt, sondern dachte das kommt von Arche.

Ich habe mich weggeschmissen. Und meinem Kind erklärt was Arsch heißt.

Hallo 2017!

Eventuell ein bisschen verspätet, aber ich habe noch gar nichts zum neuen Jahr geschrieben. Also:

Hallo 2017!

Ich freue mich sehr auf dieses Jahr, auch wenn nun schon drei Wochen vorbei sind. In diesem Jahr möchte ich vor allem einen entspannteren Alltag haben, zum Glück stehen auch keine großen (geplanten) Stresspunkte an. Meine Arbeitszeit habe ich von 40 auf 30 Stunden verringert, was am Tag 2,5 Stunden weniger auf der Arbeit bedeutet. Das macht sich sehr bemerkbar.

In diesem Jahr möchte ich eine Fortbildung besuchen, eigentlich gern mehr, aber das ist leider nicht machbar mit den Arbeitszeiten meines Mannes. Außerdem werden wir im Frühsommer unsere erste Flugreise mit den Kindern machen und 10 Tage am Meer sein, da freue ich mich wahnsinnig drauf.

Das Julimädchen wird dieses Jahr 5 Jahre alt und kurz danach ein Vorschulkind. Das bedeutet, dass wir uns in diesem Jahr Grundschulen ansehen werden, uns für einen Favoriten entscheiden müssen, um sie anzumelden. Gleichzeitig werden wir uns noch mehr Gedanken über Vor- und Nachteil der OGS (Offene Ganztagsschule = Betreuung nach der Schule bis zum Nachmittag) machen müssen und uns auch hier entscheiden, ob wir das wollen oder nicht.

Die Kleine wird in diesem Jahr 3 Jahre alt und wechselt im Sommer in die Ü3-Gruppe und wird dadurch in die Gruppe der großen Schwester kommen. Das ist hier das Leid der Oktoberkinder, sie muss schon zu den Großen wechseln, kommt aber nicht mit den Kindern aus dem gleichen KiTa-Jahr in die Schule. Der Stichtag für die Einschulung ist nämlich einen Monat früher als der Stichtag für den Gruppenwechsel, leider! Also nicht wegen der Einschulung, da bin ich froh, aber ich hätte sie lieber ein Jahr länger in der U3-Betreuung.

Ich wünsche mir ein entspanntes Jahr. Außerdem freue ich mich sehr, dass ich noch zwei Freundinnenbabys kennenlernen darf. ♥

29

20170108_134929Heute bin ich 29 Jahre alt geworden. Das ist nun sowas von „Ende 20“, das lässt sich nicht mehr schön bzw. jünger reden. Wobei ich generell so gar kein Problem damit habe älter zu werden. Grade dieses vergangene Lebensjahr hat mich ein großes Stück weiter gebracht, weg von vielen zweifelenden Gedanken hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein. Im Großen und Ganzen zumindest.

Mein Geburtstag begann gar nicht mal so schön. Nach einem wundervollen Tag gestern, hatte ich am Abend zwei übermüdete Kinder, die dennoch oder vielleicht grade deshalb nicht schlafen konnten. Das Julimädchen lag irgendwann doch im Bett, die Kleine ließ sich bis nach Mitternacht nicht vom Schlafen überzeugen. Da mein Mann lange arbeiten musste, musste ich irgendwie dazwischen meinen Kuchen backen.

Dank Twitter bekam ich ein Rezept von Cynthia Barcomi aus einem Backbuch, das ich mir nun auch kaufen werde. Einen Rasperry-Cheescake-Swirl oder auch einfach Himbeer-Käsekuchen wollte ich machen. Das Rezept sah vor zunächst einen Boden herzustellen und diesen nach kurzem Backen mit einer dünnen Schokoladenschicht zu versiegeln. Leider riss mir beim Verstreichen der Schokolade der ganze Boden immer wieder ein, was mich so wahnsinnig machte, dass ich alles wegschmiss und von vorn anfing. Ich bin recht perfektionistisch beim Backen und möchte immer, dass die Kuchen absolut genial werden. Beim zweiten Versuch nahm ich den Thermomix zum Schmelzen der Schokolade und durch das beständige Rühren wurde sie so schön flüssig, dass sie sich viel besser auf dem Boden verteilen ließ. Anschließend stellte ich alles für wenige Minuten in die Eiseskälte auf die Terrasse. Dadurch wurde der Boden perfekt. Die Masse an sich und das Himbeerpürree waren ohnehin unproblematisch und nach dem Backen im Wasserbad war der Kuchen ein Traum. Fertig wurde er um halb 2 Uhr nachts, kurz bevor mein Mann von der Arbeit nach hause kam.

Durch den eher hektischen Abend (wobei das Backen an sich keine Hektik verursachte, eher dass ich währenddessen das kleine Kind beaufsichtigen musste und nicht ganz für mich backen konnte) verpasste ich Mitternacht und bemerkte meinen Geburtstag erst durch die ersten Nachrichten auf meinem Handy. Bis mein Mann zuhause war, war meine Laune aber schon wieder besser. Ich bekam direkt so viele liebe Nachrichten und von meinem Mann dann ein unerwartetes Geschenk. Auf seine Frage nach meinem Wunsch sagte ich immer nur: „Ich wünsche mir nur meine Ruhe“ und genau das hat er mir geschenkt – einen Tag in der Therme inklusive Massage. Ganz für mich alleine.

Der Tag heute war dann entspannt mit Besuch von meiner Familie. Wir aßen den leckeren Kuchen und ich bekam tolle Geschenke. Zum Beispiel eine wunderschöne Handtasche von Fritzi aus Preußen. Die Marke sagte mir bis vor kurzem gar nichts, aber als ich bei Twitter nach einer schönen Handtasche ohne echtes Leder fragte, bekam ich einige Male diese Marke empfohlen. Ich fand einige tolle und wünschte mir schlussendlich eine ‚Clarissa‘. Meine Geschwister haben sie mir geschenkt und ich liebe die Tasche jetzt schon. Sie wird meine bunte SoOderSo ablösen, die ich zwar auch mag, aber zum Beispiel bei seriösen Arbeitsterminen, die ich mit Hosenanzug absolviere, doch eher nicht ganz so passend ist. Na und man ist ja nun auch keine Mitte 20 mehr, ne?

Vom Julimädchen bekam ich übrigens ein selbstgemaltes Bild mit vielen Herzchen, das ich mit Hilfe einer Schatzsuche in ihrem Zimmer suchen musste. Die Kleine sagte zu meinem Geburtstag nur „Nein ich Butztag!“. Wie das halt so ist wenn man zwei Jahre alt ist.

Das war ein ziemlich schöner Tag heute und ich bin sehr glücklich. Nächstes Jahr werde ich dann, wie das Julimädchen immer sagt, zehnundzwanzig!

Jahresrückblick 2016

Das Jahr ist fast vorbei und wie immer am Jahresende fülle ich diese Fragen aus, um zurückzublicken. Viel Spaß dabei.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Puh. Ein ziemlich durchwachsenes Jahr war das dieses 2016. Aber ich gehe positiv aus dem Jahr, weil es so viel Gutes gab und vergebe deshalb eine 8.

2. Glücklich gewesen?

Ja. Letztes Jahr schrieb ich an dieser Stelle, dass ich mir für 2016 wünsche mehr bei mir anzukommen. Und genau das bin ich. Ich bin persönlich gewachsen in diesem Jahr, habe eine ganz schlimme Phase, die jetzt ein paar Jahre anhielt, überwunden und bin stolz darauf. Vielleicht schreibe ich über dieses spezielle Thema bald mal ausführlicher. Jedenfalls macht mich insbesondere das glücklich, außerdem bin ich vor allem seit dem Sommer noch glücklicher in meinem Job.
3. Haare länger oder kürzer?

Länger und ich liebe es.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch, wie immer.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Mehr. 2015 bekam ich die meiste Zeit Elterngeld, dieses Jahr habe ich komplett gearbeitet, sechs Monate davon in Vollzeit. Außerdem ist mein Mann inzwischen Küchenchef.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Den gleichen wie Ende 2015, aber dieses Jahr war’s noch besser. Ganz am Anfang nach der Elternzeit dachte ich noch ich bräuchte ewig bis ich mich komplett eingearbeitet habe. Inzwischen bin ich gut in dem was ich mache und grade das macht großen Spaß.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr Einkommen = mehr Ausgaben. Ist in manchen Bereichen (Kita Gebühren) zwangsläufig so, zudem sind wir umgezogen und waren das erste Mal im Familienurlaub.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?

Spontan erinner ich mich an ein Holz Tablet, das ich über Twitter gewonnen habe. Die Kinder spielen noch immer damit.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger fürchte ich.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Die ersten sechs Monate in diesem Jahr waren gefühlt die Kinder ständig krank. Das Julimädchen hatte eine Zeit lang immer wieder Fieber, bis sich herausstellte, dass sie sehr hohe Entzündungswerte hatte, was mit einer langen Antibiotikumgabe kuriert wurde. Seit dem war sie nicht mehr krank. Die Kleine hat auch einiges mitgenommen in der Zeit bis zum Höhepunkt Anfang Juni als sie wegen einem eigentlich harmlosen Virus drei Tage ins Krankenhaus musste, da sie nichts mehr zu sich nahm.

Ich selbst war in den ersten sechs Monaten gar nicht krank, dafür dann aber ab meiner Vollzeitbeschäftigung. Sicherlich spielt da der Stress ab dem Zeitpunkt eine Rolle. Ich hatte Infekte, einmal eine Woche lang keine Stimme mehr und eine Magenverstimmung, die mich tagelang umgehauen hat.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Am schlimmsten war der Krankenhausaufenthalt mit der Kleinen. So viel musste organisiert werden, die Ballettaufführung der Großen an dem Wochenende wurde dadurch ziemlich kompliziert und die Kleine litt im Krankenhaus sehr. Teilweise schrie sie stundenlang, es war ganz furchtbar.

12. Der hirnrissigste Plan?

Dass der Mann das Jobangebot als Küchenchef angenommen hat, wo er kurz vor Ende der Probezeit wieder rausgeschmissen wurde. Das war eine große Fehlentscheidung in diesem Jahr, die erst das Ganze mit meiner Stundenerhöhung ins Rollen gebracht hat. Er hatte vorher einen guten Job als Sous Chef, es war einfach ein Risiko dieses Angebot anzunehmen. Aber wie ich oben erwähnte gehen wir positiv aus diesem Jahr. Er fand ganz schnell einen neuen Job und wurde dort nach kurzer Zeit in einem neuen Laden als Küchenchef eingesetzt. Die Arbeitszeiten sind nicht mehr so gut wie noch Anfang des Jahres, aber er ist zufrieden dort und da ich ab Montag wieder weniger arbeite, wird sich das hier auch wieder gut einspielen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Da fällt mir mal wieder nichts ein.

14. Die teuerste Anschaffung?

Unsere Einbauküche in der neuen Wohnung. Dafür ist sie richtig schön.

15. Das leckerste Essen?

Veggie Burger in der Fetten Kuh.

16. Die beste Serie?

Neu für mich entdeckt und totally in love: modern family. Da ich vor kurzem aus Versehen mal die falsche Sprache eingestellt hatte – auf englisch! Das geht auf deutsch überhaupt gar nicht und ist dann kein bisschen lustig.

17. Der ergreifendste Film?

Ein ganzes halbes Jahr. Das Buch dazu habe ich auch dieses Jahr gelesen und war sehr ergriffen.

18. Die beste CD?

Clueso – Neuanfang.

19. Das schönste Konzert?

Frank Turner!

Dieses Jahr war ich bei Mumford and Sons, Frank Turner und Royal Republic. Aber Frank Turner war das, was mich am meisten positiv überrascht hat. Bei Mumford and Sons wusste ich schon wie genial die live sind, bei Frank Turner kam aber noch die super Begleitung dazu. Das war ein richtig schöner Abend.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Meinen Arbeitskollegen? 😉 Ansonsten wie immer mit den Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie.

22. 2016 zum ersten Mal getan?

Eine Einbauküche geplant und gekauft. In meinem eigenen Garten gewesen.

23. 2016 nach langer Zeit wieder getan?

In den Urlaub gefahren.

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Kranke Kinder, Stress, nervige Nachbarn.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Meine Umwelt davon, dass ich problemlos 40 Stunden Arbeit und zwei Kinder unter einen Hut bringen kann. Ich kann’s unter einen Hut bringen, aber nicht problemlos.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ein Coach Esume T-Shirt plus Autogramm.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Die schönsten Geschenke sind die an meine Kinder, weil ich mich immer so doll mitfreue. Ansonsten war für mich das beste Geschenk eine Konzertkarte für nächstes Jahr.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Buch‘ das!

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich hab‘ gebucht!

30. Dein Wort des Jahres?

Strandurlaub

31. Dein Unwort des Jahres?

Vereinbarkeit

32. Deine Liebglingsblogs des Jahres?

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

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Warum vollzeit arbeiten nicht funktioniert. 

Also bei mir. Gemein so ein reißerischer Titel, ne?

Ich möchte kurz den heutigen perfekt getimten Tag skizzieren:

07.30 Uhr: Ankunft KiTa

07.40 Uhr: Abfahrt KiTa

07.52 Uhr: Ankunft Parkplatz, direkt einen gefunden ohne suchen und nah am Büro

07.55 Uhr: Ankunft Büro

07:57 Uhr: PC hochgefahren, Dienstbeginn im System eingeloggt

16.05 Uhr: Dienstende

16.08 Uhr: Ankunft Auto

16.20 Uhr: Ankunft KiTa

16.30 Uhr: Verlassen KiTa
Bei diesem skizzierten Tag habe ich die vollen 9 Stunden der Betreuungszeit ausgeschöpft, meine Arbeitszeit war von 07.57 Uhr bis 16.05 Uhr. Obwohl wir pro Tag 10 Minuten zusätzlich angerechnet bekommen für das Hochfahren des PC’s und das Anmelden im System habe ich meine 8,5 Stunden (inkl. vorgeschriebener Pause) nicht erfüllen können sondern 12 Minuten Minus gemacht.

Nicht mit eingerechnet, dass ich meine Kinder im nahezu Dunklen abgeholt habe, mir ein Kind schon im Auto eingeschlafen ist, weil es so k.o. war und ich keine Minute Puffer für Unvorhergesehes wie Stau oder längerer Parkplatzsuche hatte.

Und deshalb funktioniert es für mich aktuell nicht mehr vollzeit zu arbeiten. Zum Glück sind es nur noch zwei Wochen.

gebucht

Nachdem ich tagelang an meinem Luxusproblem herumgedacht habe, wo wir nächstes Jahr in den Urlaub hinfahren sollen, habe ich Anfang des Monats nun endlich gebucht.

Entschieden haben wir uns für den Urlaub in der Sonne, so ein richtiger Pauschalurlaub. Der Stein kam überhaupt nur ins Rollen, weil mir eine Kollegin von einem Angebot für Familien eines Reiseveranstalters erzählte. Danach fing ich an viele viele Hotels anzusehen und zu vergleichen. Ich las Bewertungen, guckte mir das Wetter in den verschiedenen Ländern an und so kamen am Ende einige wenige Hotels in die engste Auswahl.

Ganz am Ende habe ich mir noch bei Instagram Fotos von Urlaubern in den Hotels angesehen, um noch ein paar echte Fotos zu sehen und nicht nur die von den Hotels aus den Prospekten. Und als ich mich eigentlich schon entschieden hatte, habe ich zum Vergleich noch eine große Suche nach schönen Ferienhäusern in Holland gestartet und mir da einiges gespeichert. Wir trafen dann aber doch die Entscheidung lieber die Wärmegarantie zu buchen und so eine Flugreise einfach mal auszuprobieren.

Ich war echt so aufgeregt, habe alle Menschen in meinem Umfeld (na gut vor allem meine Arbeitskolleginnen und meine Twitter Follower) genervt bis ich endlich auf „buchen“ geklickt habe.

Seit ich mich aber getraut habe zu buchen, ist die ganze Anspannung weg und verwandelte sich in komplette Vorfreude. Ich habe keinerlei Zweifel, bin überzeugt, dass ich ein ganz tolles Hotel mit super Voraussetzung für einen entspannten Urlaub ausgesucht habe. Jetzt müssen wir uns nur noch ein paar Monate gedulden bis wir losfliegen.

Vielleicht finden wir ja großen Gefallen an Pauschalurlaub oder trauen uns an andere Flugreisen mal ran. Mein Traum ist seit Jahren durch Irland zu fahren, aber dafür sind mir die Kinder noch zu klein. Jetzt machen wir erstmal schön entspannten Strandurlaub.

Der letzte Abend #Umzugsplanung

Für mich war heute der letzte Tag in unserer Wohnung.

Ich hatte mir für heute spontan frei genommen und so konnten der Mann und ich vormittags einiges schaffen. Er hat den gesamten Kücheninhalt verpackt und ich das Kinderzimmer. Das waren noch die größten Punkte. Jetzt steht hier nur noch das, was wir ganz zum Schluss erst packen können. Die Elektronik und ein bisschen Kleidung und Kosmetik. Unser kompletter Hausstand ist in 60 Kisten verpackt.

Der Stand in der Wohnung ist leider noch nicht so gut finde ich. Der Maler hat noch einiges zu tun und ich hoffe der macht das ordentlich. Wir haben jetzt noch gemerkt, dass die Übergabe zeitlich schwierig wird, da sowohl der Mann als auch ich ab 15 Uhr nicht mehr da sein werden. Ich fahre in die Eifel und mein Mann muss morgen nochmal spät arbeiten. Hoffentlich klappt das alles vorher.

Morgen früh werden ganz früh die Jungs kommen, die unsere Küche abholen. Nach meiner „zu verschenken“ Anzeige hatte ich ja sehr viele Nachrichten und ich glaube so höchstens 5 davon bestanden aus mindestens einem vollständigen Satz. Eine dieser netten Nachrichten kam von einer WG, die aktuell eine furchtbare Küche hat und sich sehr über unsere freuen würde. Mit einem von denen habe ich alles abgesprochen und morgen früh um 7 Uhr stehen die hier samt Elektriker auf der Matte und bauen unsere Küche ab und nehmen sie mit. So werden wir keinen Stress mehr damit haben und machen anderen eine Freude.

Heute verbrachte ich den Nachmittag schon im Garten mit den Kindern und einem KiTa Freund der Kleinen mit seiner Mama. Eigentlich wollten wir ins Familiencafe gehen, weil wir zuhause ja gar nichts mehr haben zum Spielen oder Essen. Das hatte allerdings zu, also machten wir uns spontan einen netten Nachmittag mit Trampolin und Planschbecken. Abendessen habe ich dann einfach bestellt und die Kinder aßen Pommes auf dem Sofa. Für meinen Salat musste ich dann noch auf die Suche nach einer Gabel machen, darüber hatte ich vorher nicht nachgedacht.

Und jetzt gehe ich ein letztes Mal in dieser schönen Wohnung ins Bett. Ein bisschen sentimental war ich heute doch. Als wir hier vor etwas über 3 Jahren eingezogen sind war das Julimädchen fast ein Jahr alt und ich am Ende der Elternzeit. Seit dem ist so viel passiert.

Heute Nachmittag bekam ich aber auch einen Einblick wie genial das jetzt mit Garten wird. Da gibt es zwar auch noch reichlich drin zu tun, aber ich freue mich riesig darauf. Nach der #Umzugsplanung gibt’s dann bald #Gartengestaltung oder so. 😉