Mutter-Kind-Kur

Schon lange hatte ich immer mal wieder den Gedanken eine Mutter-Kind-Kur zu machen, doch schob ich das wie so vieles vor mir her. Bis jemand im Herbst bemerkte wie schlecht es mir geht und mich quasi dazu drängte etwas zu tun. Manchmal braucht es diesen entscheidenden Anstoß von Außen, denn unter anderem beantragte ich daraufhin die Kur für uns. Über den Antrag an sich und das Bewilligungsverfahren kann ich keine allgemeinverbindlichen Informationen geben. Es gibt aber Beratungsstellen (zb Müttergenesungswerk), die einem damit helfen können.

Bei uns war es zum Glück nicht so schwierig wie ich dachte. Ich hatte sowohl für mich als auch für beide Kinder jeweils ein Attest vom Arzt und nach einem Besuch beim Betriebsarzt, der das Ganze nochmal befürworten musste, bekam ich eine Zusage. Den Platz in einer Kurklinik hatte ich mir bereits vorher reserviert und wurde nach der Zusage fest gebucht.

Ich hatte vorher nicht viele Erfahrungsberichte über solche Kuren gehört. Außer dem Vorurteil, dass in einer Mutter-Kind-Kur alle krank werden, hatte ich nur von einer Kollegin mal gehört dass sie in einer Kur war und es toll fand. Zu dem Voruteil kann ich nun aus eigener Erfahrung sagen: Ja, kann passieren. Meine Mädels wurden tatsächlich beide krank, wodurch ich ein Wochenende und zwei Behandlungstage größtenteils im Zimmer verbrachte. Ich finde aber man muss dabei bedenken, dass Kinder nunmal krank werden. Das hätte zuhause genauso passieren können. In der Kurklinik wird man währenddessen immerhin perfekt versorgt. Das Essen wurde uns aufs Zimmer gebracht, fast täglich ist ein Arzt oder eine Ärztin im Haus und rund um die Uhr ist eine Krankenschwester da. Zumindest in unserer Kurklinik war das so und noch dazu waren alle so super lieb, dass ich mich gut umsorgt gefühlt habe. Natürlich war es ärgerlich für mich nicht zu den Anwendungen an den Tagen gehen zu können, aber so eine Kur dauert insgesamt drei Wochen, so dramatisch sind zwei fehlende Tage also nicht. Bei längeren Erkrankungen gab es allerdings auch vorzeitige Abreisen, der Gedanke kam mir in den vier Tagen nicht. Zuhause wären die Mädchen ja auch nicht schneller gesund gewesen.

Aber nun zum ganz normalen Klinikalltag. Auch hier kann ich natürlich nichts allgemeinverbindliches sagen, nur meine Erfahrung schildern. Zu Beginn der Kur wurden mit mir Schwerpunkte besprochen. Diese waren bei mir Entspannung und Muskelaufbau, dazu kam die Behandlung von körperlichen Beschwerden wie Migräne und Neurodermitis. Mein Behandlungsplan sah also jede Menge Sport und Entspannungseinheiten vor. Auch wegen der wichtigen Entspannung war der Plan nicht vollgestopft, pro Tag gab es für mich 1-4 Termine, wovon ein Termin mindestens 20 Minuten und höchstens 1,5 Stunden dauerte. Zwischendurch gab es auch die Möglichkeit Änderungswünsche zu besprechen.

Zusätzlich zu diesem Behandlungsplan gab es jede Menge freiwillige Angebote, man kann sich seinen Kurtag also relativ flexibel füllen. Für mich persönlich war es wichtig den Tag nicht zu voll zu haben, um Zeit für zum Beispiel ausgiebige Spaziergänge am Meer zu haben.

Die Kinder wurden sehr liebevoll und in kleinen Gruppen bis nachmittags betreut. Da meine Kinder beide als Patienten mitfuhren, hatten auch sie jeweils einen Behandlungsplan. Bei der Großen waren das alles nur sportliche Aktivitäten, die aber alle von der Betreuung aus organisiert wurden. Das heißt ich musste sie zu keinem Termin bringen, sondern sie ging mit den anderen Patientenkindern zb schwimmen oder turnen. Im Nachhinein sagten manche Mütter, dass sie ihre Kinder auch lieber als Patienten und nicht als Begleitkinder hätten mitnehmen sollen. Man konnte zwar auch freiwillig Kurse buchen für Kinder, dann musste man sie aber extra zahlen und sie wurden nicht innerhalb der Betreuungszeit durchgeführt.

Die Kleine habe ich zu ihren wenigen Terminen begleitet. Das war einmal Turnen für Kleinkinder und dann nahm ich sie noch mit in ein Ölbad für die Haut, das war also eigentlich mein Termin. Aber in so eine Badewanne passt man ja prima mit Kleinkind. Sowas zum Beispiel hätte ich nicht machen können, wenn sie Begleitkind gewesen wäre.

Es gibt natürlich auch noch allerlei andere Behandlungsmöglichkeiten in einer Kurklinik, das kommt immer auf die zu behandelnde Krankheit an. Bei Kindern reicht wohl oft schon eine Infektanfälligkeit, um sie als Patient mitzunehmen. Aber wie oben gesagt, da helfen im Ernstfall Beratungsstellen oder auch der Haus- bzw. Kinderarzt.

Ein Traum für mich war das Essen. Für die Küche muss das ein Graus sein, denn auf jede Vorliebe/Allergie wurde Rücksicht genommen. Als Vegetarierin war das der Himmel auf Erden. Richtig gutes vegetarisches Essen und nicht immer nur „alles außer das Fleisch“. Als ich zu Beginn einer Physiotherapeutin erzählte, dass ich von rohen Zwiebeln Migräne bekomme, schickte sie mich sofort zur Ernährungsberaterin, damit sie das der Küche weitergibt. Ich suche mir rohe Zwiebeln sonst einfach aus dem Essen raus, auf die Idee, dass da jemand direkt bei der Zubereitung auf meinen Wunsch Rücksicht nimmt, kam ich gar nicht.

Besonders das Mittagessen war immer eins meiner Tageshighlights, denn es war nicht nur richtig lecker, sondern auch schön entspannt ohne Kinder. Meine aßen beide in der Betreuung, wodurch ich Zeit hatte mit anderen Müttern zu quatschen und mein Essen zu genießen.

Durch diese Zeit für mich konnte ich den Nachmittag mit den Kindern dann auch richtig genießen und machen worauf sie Lust hatten. Das war mal toben, mal basteln und manchmal auch nur im Zimmer spielen.

So viel grob zum Alltag in der Mutter-Kind-Kur. Ich würde gern noch einen Beitrag schreiben über das Fazit für mich und Konsequenzen im Alltag zuhause. Wenn ich dabei noch Fragen beantworten soll, dürft ihr mir die hier gern stellen.

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Ansprüche

Bis vor kurzem dachte ich, ich wäre gar nicht so bedacht darauf „alles richtig“ zu machen in der Kindererziehung. Und jetzt wo ich grade einiges auf den Prüfstand stellen muss, um zu gucken an welchen Stellen ich mir das Leben ein bisschen einfacher machen kann, stelle ich fest, dass ich doch recht hohe Ansprüche habe.

Fernsehen zum Beispiel ist böse, das weiß man ja. Unter drei am besten gar nicht, danach nur in homöopathischen Dosen. So liest man es überall, selbst bei der Schuleingangsuntersuchung wurde nach dem Medienkonsum gefragt. Das führte in der Vergangenheit zwar nicht dazu, dass ich meine Kinder nicht fernsehen ließ, sehr wohl aber schürte es mein schlechtes Gewissen. Ausschlafen am Wochenende und die Kinder vorm Fernsehen parken? Neeein, das macht natürlich niemand. Ja doch, mache ich. Und stehe dann irgendwann mit schlechtem Gewissen auf.

Dafür muss aber wenigstens genug an die frische Luft gegangen werden. Möglichst aufregende Ausflüge müssen geplant und durchgeführt werden, denn sonst hat man in der Erziehung versagt. Das Problem dabei ist, dass ich diese Gedanken wirklich immer im Hinterkopf habe. Einen freien Tag nur zuhause kann ich kaum genießen, denn das kleine Stimmchen im Kopf sagt mir, dass ich es hätte besser machen müssen. Andere machen schließlich auch so viel, spazieren kilometerweit oder füllen freie Zeit sonstwie sinnvoller.

An diesen Ansprüchen muss ich arbeiten. Meine Kinder verblöden vermutlich nicht, wenn sie zwei Stunden fernsehen. Und sie werden auch keine übergewichtigen Faulenzer, weil sie nicht täglich einen Marathon laufen. Also vielleicht werden sie das trotzdem, aber dazu muss wohl mehr passieren als fehlende Spaziergänge.

Wenn mein Bauch dann bald verstehen würde, was mein Kopf eigentlich weiß, wäre das Leben für mich also schon ein kleines bisschen einfacher.

Hallo 2018!

Da ist es, das neue Jahr. Es fühlt sich ein bisschen wie endlich aufatmen an, dass das Jahr 2017 vorbei ist. Bescheuert, als wäre alles anders nur weil ein neues Jahr beginnt. Man sagt das immer so, dass man eine neue Seite aufschlägt, von neu beginnt und so. Aber eigentlich hat man nur eine Nacht geschlafen (oder auch nicht) und ein neuer Tag beginnt. Nur weil sich jemand überlegt hat, dass man die Jahreszeiten in eine Kalenderform presst und das alles zählt ist es nicht automatisch alles neu an einem anderen Tag. Ihr versteht was ich sagen will.

Und trotzdem. Mir bedeutet der Jahreswechsel etwas. Ich denke über das vergangene Jahr nach und überlege was im neuen Jahr so ansteht. Im vergangenen Jahr hatte ich mir vorgenommen einen weniger stressigen Alltag zu haben. Das hat nicht geklappt. Zwar arbeite ich „nur noch“ 30 Stunden in der Woche, aber alles rundherum hat sich nicht entspannt. Mein Mann ist noch immer Küchenchef und arbeitet dementsprechend viel. Es gibt deutlichen Optimierungsbedarf wie man so schön sagt. Ich wusste immer, dass man sich als Elternteil auch Freiräume schaffen muss, um nicht durchzudrehen. Umgesetzt habe ich das aber nicht. Das war ein Fehler im vergangenen Jahr und die Konsequenz bade ich zur Zeit aus. Deshalb ist das mit dem entspannteren Alltag erneut ein Vorsatz für 2018. Zumindest wird es eine Veränderung geben, denn ich werde bald einen Großteil meiner Arbeit von zuhause machen können. Ich könnte damit Entlastung schaffen und hoffe wirklich, dass ich das auch so umsetze und nicht die Gelegenheit nutze noch mehr zu arbeiten.

In diesem Jahr wird mein großes Kind eingeschult. Die Entscheidung für eine Grundschule fiel uns sehr schwer und wurde letztendlich von mir getroffen. Im Frühjahr erfahren wir dann, ob wir den Platz dort auch wirklich bekommen. Dann wird ein neues spannendes Kapitel Ende des Sommers beginnen mit der Einschulung. Darauf freue ich mich sehr und ich bin überzeugt davon, dass meinem Kind die Schule gefallen wird. So ein wissbegieriges und kluges Mädchen, sie wird das rocken.

Damit wird die Kleine ab da allein in den Kindergarten gehen. Seit dem Sommer ist sie bei ihrer großen Schwester in der Gruppe, was auch gut funktioniert. Dennoch ist es sicher gut für die beiden, dass sie sich nicht mehr den ganzen Tag sehen und jede ihr eigenes „Ding“ haben wird. Auch das ist etwas, auf das ich mich freue.

Die noch schulfreie Zeit werde ich im Frühjahr dafür nutzen mit den Mädchen auf eine Mutter-Kind-Kur zu fahren. Drei Wochen Auszeit werden uns gut tun und ich erhoffe mir davon einiges.

Außerdem bekomme ich dieses Jahr mein erstes Tattoo. Ich fürchte das wird nicht das Einzige bleiben, ich hab schon jetzt noch weitere Ideen.

Ansonsten habe ich gar keine allzu großen Vorsätze für 2018. Glücklich sein würde mir reichen.

29

20170108_134929Heute bin ich 29 Jahre alt geworden. Das ist nun sowas von „Ende 20“, das lässt sich nicht mehr schön bzw. jünger reden. Wobei ich generell so gar kein Problem damit habe älter zu werden. Grade dieses vergangene Lebensjahr hat mich ein großes Stück weiter gebracht, weg von vielen zweifelenden Gedanken hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein. Im Großen und Ganzen zumindest.

Mein Geburtstag begann gar nicht mal so schön. Nach einem wundervollen Tag gestern, hatte ich am Abend zwei übermüdete Kinder, die dennoch oder vielleicht grade deshalb nicht schlafen konnten. Das Julimädchen lag irgendwann doch im Bett, die Kleine ließ sich bis nach Mitternacht nicht vom Schlafen überzeugen. Da mein Mann lange arbeiten musste, musste ich irgendwie dazwischen meinen Kuchen backen.

Dank Twitter bekam ich ein Rezept von Cynthia Barcomi aus einem Backbuch, das ich mir nun auch kaufen werde. Einen Rasperry-Cheescake-Swirl oder auch einfach Himbeer-Käsekuchen wollte ich machen. Das Rezept sah vor zunächst einen Boden herzustellen und diesen nach kurzem Backen mit einer dünnen Schokoladenschicht zu versiegeln. Leider riss mir beim Verstreichen der Schokolade der ganze Boden immer wieder ein, was mich so wahnsinnig machte, dass ich alles wegschmiss und von vorn anfing. Ich bin recht perfektionistisch beim Backen und möchte immer, dass die Kuchen absolut genial werden. Beim zweiten Versuch nahm ich den Thermomix zum Schmelzen der Schokolade und durch das beständige Rühren wurde sie so schön flüssig, dass sie sich viel besser auf dem Boden verteilen ließ. Anschließend stellte ich alles für wenige Minuten in die Eiseskälte auf die Terrasse. Dadurch wurde der Boden perfekt. Die Masse an sich und das Himbeerpürree waren ohnehin unproblematisch und nach dem Backen im Wasserbad war der Kuchen ein Traum. Fertig wurde er um halb 2 Uhr nachts, kurz bevor mein Mann von der Arbeit nach hause kam.

Durch den eher hektischen Abend (wobei das Backen an sich keine Hektik verursachte, eher dass ich währenddessen das kleine Kind beaufsichtigen musste und nicht ganz für mich backen konnte) verpasste ich Mitternacht und bemerkte meinen Geburtstag erst durch die ersten Nachrichten auf meinem Handy. Bis mein Mann zuhause war, war meine Laune aber schon wieder besser. Ich bekam direkt so viele liebe Nachrichten und von meinem Mann dann ein unerwartetes Geschenk. Auf seine Frage nach meinem Wunsch sagte ich immer nur: „Ich wünsche mir nur meine Ruhe“ und genau das hat er mir geschenkt – einen Tag in der Therme inklusive Massage. Ganz für mich alleine.

Der Tag heute war dann entspannt mit Besuch von meiner Familie. Wir aßen den leckeren Kuchen und ich bekam tolle Geschenke. Zum Beispiel eine wunderschöne Handtasche von Fritzi aus Preußen. Die Marke sagte mir bis vor kurzem gar nichts, aber als ich bei Twitter nach einer schönen Handtasche ohne echtes Leder fragte, bekam ich einige Male diese Marke empfohlen. Ich fand einige tolle und wünschte mir schlussendlich eine ‚Clarissa‘. Meine Geschwister haben sie mir geschenkt und ich liebe die Tasche jetzt schon. Sie wird meine bunte SoOderSo ablösen, die ich zwar auch mag, aber zum Beispiel bei seriösen Arbeitsterminen, die ich mit Hosenanzug absolviere, doch eher nicht ganz so passend ist. Na und man ist ja nun auch keine Mitte 20 mehr, ne?

Vom Julimädchen bekam ich übrigens ein selbstgemaltes Bild mit vielen Herzchen, das ich mit Hilfe einer Schatzsuche in ihrem Zimmer suchen musste. Die Kleine sagte zu meinem Geburtstag nur „Nein ich Butztag!“. Wie das halt so ist wenn man zwei Jahre alt ist.

Das war ein ziemlich schöner Tag heute und ich bin sehr glücklich. Nächstes Jahr werde ich dann, wie das Julimädchen immer sagt, zehnundzwanzig!

Warum vollzeit arbeiten nicht funktioniert. 

Also bei mir. Gemein so ein reißerischer Titel, ne?

Ich möchte kurz den heutigen perfekt getimten Tag skizzieren:

07.30 Uhr: Ankunft KiTa

07.40 Uhr: Abfahrt KiTa

07.52 Uhr: Ankunft Parkplatz, direkt einen gefunden ohne suchen und nah am Büro

07.55 Uhr: Ankunft Büro

07:57 Uhr: PC hochgefahren, Dienstbeginn im System eingeloggt

16.05 Uhr: Dienstende

16.08 Uhr: Ankunft Auto

16.20 Uhr: Ankunft KiTa

16.30 Uhr: Verlassen KiTa
Bei diesem skizzierten Tag habe ich die vollen 9 Stunden der Betreuungszeit ausgeschöpft, meine Arbeitszeit war von 07.57 Uhr bis 16.05 Uhr. Obwohl wir pro Tag 10 Minuten zusätzlich angerechnet bekommen für das Hochfahren des PC’s und das Anmelden im System habe ich meine 8,5 Stunden (inkl. vorgeschriebener Pause) nicht erfüllen können sondern 12 Minuten Minus gemacht.

Nicht mit eingerechnet, dass ich meine Kinder im nahezu Dunklen abgeholt habe, mir ein Kind schon im Auto eingeschlafen ist, weil es so k.o. war und ich keine Minute Puffer für Unvorhergesehes wie Stau oder längerer Parkplatzsuche hatte.

Und deshalb funktioniert es für mich aktuell nicht mehr vollzeit zu arbeiten. Zum Glück sind es nur noch zwei Wochen.

Der letzte Abend #Umzugsplanung

Für mich war heute der letzte Tag in unserer Wohnung.

Ich hatte mir für heute spontan frei genommen und so konnten der Mann und ich vormittags einiges schaffen. Er hat den gesamten Kücheninhalt verpackt und ich das Kinderzimmer. Das waren noch die größten Punkte. Jetzt steht hier nur noch das, was wir ganz zum Schluss erst packen können. Die Elektronik und ein bisschen Kleidung und Kosmetik. Unser kompletter Hausstand ist in 60 Kisten verpackt.

Der Stand in der Wohnung ist leider noch nicht so gut finde ich. Der Maler hat noch einiges zu tun und ich hoffe der macht das ordentlich. Wir haben jetzt noch gemerkt, dass die Übergabe zeitlich schwierig wird, da sowohl der Mann als auch ich ab 15 Uhr nicht mehr da sein werden. Ich fahre in die Eifel und mein Mann muss morgen nochmal spät arbeiten. Hoffentlich klappt das alles vorher.

Morgen früh werden ganz früh die Jungs kommen, die unsere Küche abholen. Nach meiner „zu verschenken“ Anzeige hatte ich ja sehr viele Nachrichten und ich glaube so höchstens 5 davon bestanden aus mindestens einem vollständigen Satz. Eine dieser netten Nachrichten kam von einer WG, die aktuell eine furchtbare Küche hat und sich sehr über unsere freuen würde. Mit einem von denen habe ich alles abgesprochen und morgen früh um 7 Uhr stehen die hier samt Elektriker auf der Matte und bauen unsere Küche ab und nehmen sie mit. So werden wir keinen Stress mehr damit haben und machen anderen eine Freude.

Heute verbrachte ich den Nachmittag schon im Garten mit den Kindern und einem KiTa Freund der Kleinen mit seiner Mama. Eigentlich wollten wir ins Familiencafe gehen, weil wir zuhause ja gar nichts mehr haben zum Spielen oder Essen. Das hatte allerdings zu, also machten wir uns spontan einen netten Nachmittag mit Trampolin und Planschbecken. Abendessen habe ich dann einfach bestellt und die Kinder aßen Pommes auf dem Sofa. Für meinen Salat musste ich dann noch auf die Suche nach einer Gabel machen, darüber hatte ich vorher nicht nachgedacht.

Und jetzt gehe ich ein letztes Mal in dieser schönen Wohnung ins Bett. Ein bisschen sentimental war ich heute doch. Als wir hier vor etwas über 3 Jahren eingezogen sind war das Julimädchen fast ein Jahr alt und ich am Ende der Elternzeit. Seit dem ist so viel passiert.

Heute Nachmittag bekam ich aber auch einen Einblick wie genial das jetzt mit Garten wird. Da gibt es zwar auch noch reichlich drin zu tun, aber ich freue mich riesig darauf. Nach der #Umzugsplanung gibt’s dann bald #Gartengestaltung oder so. 😉

Endspurt! #Umzugsplanung

Diese Woche ist deutlich entspannter als letzte Woche und das obwohl es jetzt echt kurz vor Umzug ist. Das liegt vor vor allem daran, dass wir jetzt keine Renovierungsarbeiten mehr vor uns haben. Also vorerst nicht.

Seit Montag ist der Maler in der Wohnung und inzwischen ist die Wohnung fertig tapeziert. Dafür hätte ich Wochen gebraucht. Ab morgen wird gestrichen und ich freue mich so darauf wie das aussehen wird. Für die Küche habe ich einen kühlen Blauton ausgesucht und für das Kinderzimmer ein helles lila.

Der Mann hat diese Woche noch einiges gepackt, da er vormittags alleine zuhause war. Ich schaffe nachmittags mit den Kindern gar nichts und habe nur drei Kisten gepackt. Dafür habe ich mir ab morgen frei genommen, damit wir alles fertig machen können.

Am Freitag Vormittag wird unsere Küche in der alten Wohnung abgeholt. Ich hoffe da klappt alles, denn die Bedienung fürs Verschenken war, dass sich um Abbau komplett allein gekümmert wird. Einer von uns wird in der neuen Wohnung den bestellten Kühlschrank in Empfang nehmen, dann haben wir wenigstens ein Teil in der neuen Küche. Die Küche an sich kommt leider erst Ende September.

Grad hab ich auch noch ein neues Klingelschild bestellt und heute einen Termin mit den Handwerkern vereinbart, die nächste Woche die neue Heizung montieren und uns ein neues Klo einbauen.

Ich find’s schon ziemlich cool, dass da in der Wohnung grad noch so viel gemacht wird. Das wird ein riesen Unterschied von der Besichtigung zum Einzug jetzt.

Noch drei Tage!

Countdown! #Umzugsplanung

Der Countdown läuft. In 5 Tagen ist der Umzug!

Am Wochenende habe ich das Badezimmer fertig renoviert. Samstag wollte ich es eigentlich streichen, aber da ich viel zu viel Kleister verwendet hatte, war die Tapete noch nicht getrocknet. Also verschob ich das auf Sonntag. Streichen ist ja zum Glück viel einfacher als tapezieren und so klappte das ganz gut. Zwischendurch baute ich noch den Spiegelschrank auf, den ich am Samstag bei Ikea gekauft hatte. Dort habe ich auch Möbel für den Flur gekauft, ich freue mich schon total darauf wie das aussehen wird.

Seit heute ist der Maler in der Wohnung und tapeziert und streicht den Rest. Der Vermieter muss morgen noch ein paar Arbeiten beenden und bis Freitag sollte alles fertig sein. Ich habe Farben für  Kinderzimmer und Küche ausgesucht und bin sehr zufrieden mit der Wahl. In diesem Moment fällt mir ein, dass ich den Flur auch gern in einem hellen grau hätte, damit die weißen Möbel besser zur Geltung kommen. Habe ich aber komplett vergessen und nun schon dem Maler die Auswahl mitgeteilt und die Farbkarte zurück gegeben. Mist.

Hier in der alten Wohnung stapeln sich derweil die Kisten. Das Gröbste ist bereits verpackt, der restliche Kleinkram wird aber sicher nochmal ein paar Kisten Platz benötigen. Vor allem im Kinderzimmer habe ich noch Bücher, Puppen und Malsachen ausgepackt gelassen, weil es für das Julimädchen super schwer ist, dass wir all ihre Sachen einpacken. Sie hat schon bittere Tränen vergossen, weil ich ihr Spielzeug in Kisten getan habe.

Nun noch zu der Sache mit der Küche in der alten Wohnung und weshalb mein Handy explodiert ist: wir haben diese Wohnung rechtzeitig gekündigt zu Ende August. Seit der Kündigung wollte ich mich mit der Hausverwaltung in Verbindung setzen, um die Nachmietersuche zu besprechen. Wir hätten gern jemanden gefunden, der auch die vom Vormieter übernommene Küche übernehmen möchte. Die Hausverwaltung meldete sich jedoch ewig gar nicht und als wir endlich abgesprochen hatten, dass wir jemanden suchen können und diese Auskunftsbögen dafür bekamen, war es schon so spät, dass keiner mehr die Wohnung ab September mieten wollte. Bzw. waren wir dann auch im Urlaub und hatten keine Zeit mehr große Suchanfragen zu starten. So hatten wir nur ein paar wenige Besichtigungen und alle sagten plötzlich „ach ne doch nicht“. Es ist mir ein Rätsel wieso die Hausverwaltung nicht sofort eine Anzeige online gestellt hat, die Wohnung hier ist modern und schön und wäre sicher schnell vermietet gewesen. Jetzt wundert es mich aber auch nicht mehr wieso Anfang des Jahres die Erdgeschosswohnung mit Garten 3 Monate lang leer stand.

Jedenfalls stehen wir nun mit der Küche blöd da, weil die nun raus muss. Ich habe sie schon vor einer Weile zu einem günstigen Preis online gestellt, aber keiner wollte sie. Ist ja auch immer schwierig mit so fertigen Küchen, weil die dann vielleicht gar nicht gut woanders hin passen. Damit wir die nicht noch selbst abbauen müssen und einfach keinen Stress mehr damit haben, habe ich sie zu verschenken ins Internet gestellt. Und dann ging’s rund. An einem Abend haben sich etwa 600 Menschen die Anzeige angesehen und so 10-15 % davon schrieben mir eine Nachricht. Alles an einem Abend, mein Handy hörte gar nicht mehr auf zu klingeln.

Schlussendlich wird sie hoffentlich am Wochenende von einer WG abgeholt, der wir damit eine Freude machen können.

Im Gegensatz zu letzter Woche sehe ich nun endlich Licht am Ende des Umzugstunnels. Ich hoffe sehr, dass die ganze Planung aufgeht, wir nächste Woche diese Wohnung ordentlich übergeben können und uns die neue Wohnung schön einrichten können.

Tapezieren, streichen, durchdrehen #Umzugsplanung

Herrje, was haben wir uns bloß bei diesem Umzug gedacht? Am Ende wird alles gut, aber jetzt grad wissen wir gar nicht wo uns der Kopf steht. Bis vorgestern hatten wir noch keine einzige Kiste gepackt.

Aber von vorn. Der letzte Stand ist 10 Tage her und seit dem hat sich doch einiges getan. Da hatten wir die Fensterrahmen und das halbe Badezimmer geputzt. Letzten Freitag nahm ich mir spontan frei, um mit dem Mann die zwei Wände im Wohnzimmer zu tapezieren, die wegen der neuen Fenster und Rolläden zerstört wurden. Vorher guckte ich mir bei YouTube an wie man tapeziert, hatte ich vorher nämlich noch nie gemacht. Bei der ersten Bahn schrien wir uns fast an, aber dann ging’s. Leider schafften wir es nicht ganz zuende, weshalb der Mann am Abend nochmal ranmusste und die Rolladenkästen tapezierte. Ich fuhr derweil am Abend mit den beiden Mädchen zu meinen Großeltern an den Harz und verbrachte dort das Wochenende. Das war eine tolle kleine Auszeit.

Am Samstag strich der Schwiegervater mit meinem Mann das Wohnzimmer. Das ist jetzt fertig und sieht toll aus.

Unter der Woche kam ich zu überhaupt gar nichts. Um 6 Uhr fange ich morgens an zu arbeiten und der Mann hatte die ganze Woche Spätdienst, so dass ich den Nachmittag und Abend allein war. Die Kleine schläft seit Wochen abends ganz schlecht ein und so lag ich ewig bei ihr, schlief teilweise selbst ein oder war einfach k.o. Zum Packen kam ich jedenfalls nicht.

Heute fuhr ich erst arbeiten, machte aber schon nach sechs Stunden Feierabend und ging dann in die Wohnung, um das Badezimmer zu tapezieren. Das kleine Stück bis zur Decke (es sind wie ich jetzt weiß 48,5 cm) wollte ich eigentlich nur weiß streichen, weil ich Tapete im Badezimmer nicht so toll finde. Mein Mann lag mir jetzt aber so in den Ohren damit, dass ihm das nicht gefällt und die Wand zu uneben sei um sie nur zu streichen und man würde jede Schraube am Rolladenkasten sehen und überhaupt. Ich gab nach und so tapezierte ich heute das Badezimmer anstatt es zu streichen. Ich war der Meinung das ginge bestimmt fix, weil es ja immer nur so kleine Stücke sind. Leider geht das überhaupt kein bisschen fix, wenn man so ungeübt ist wie ich. Und ich bin jetzt nicht komplett unbegabt oder so und ich hatte ja ausführlich YouTube Videos angesehen. Nach 1,5 Stunden hatte ich 4 Stücke der Tapete angeklebt und dann kam die rettende Hilfe in Form meines Vaters. Zu zweit ging das viel besser, wir wandelten die Technik ein bisschen um und so wurde wir irgendwann tatsächlich fertig. Das Ganze hat heute dennoch 5 Stunden gedauert und ich will gar nicht wissen wie lange ich allein gebraucht hätte.

Morgen werden wir das Badezimmer streichen und dann sind unsere eigenen Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Ab Montag darf der Maler ans Werk und ich freue mich sehr, dass den Rest der Profi macht. Dafür müssen wir weiter packen.

In 8 Tagen ist der Umzug, den ich live übrigens auch gar nicht miterleben werde. Ich habe mich nämlich schon vor Monaten für ein von der KiTa organisiertes Wochenende angemeldet und werde mit den Mädels und anderen Familien plus Erzieherinnen in die Eifel fahren. Vorher und nachher habe ich aber zumindest jeweils einen Tag frei.

Als ich heute Nachmittag mit meinem Vater im Badezimmer zugange war, war der Mann mit den Mädchen im Garten. Er hatte ein Planschbecken gekauft und wir bekamen schon mal ein kleinen Einblick wie cool das ab nächster Woche mit Garten wird. Ich freue mich da so drauf.

Wofür ich jetzt irgendwie nur keine Zeit habe ist Möbel für den Flur und für das Badezimmer zu kaufen. Dringend bestellen muss ich außerdem einen Kühlschrank, ich kann mich bloß nicht für einen entscheiden.

Und morgen erzähle ich euch wie ich mal eine Küche zu verschenken ins Internet stellte und danach mein Handy vor Anfragen explodierte.

Putzen #Umzugsplanung

Vollzeit arbeiten, zwei Kinder und umziehen macht vor allem eins: müde.

Heute morgen um 4 erwachte das kleine Kind neben mir und kotzte mir ins Bett. Ich war so im Tiefschlaf, dass ich das im ersten Moment gar nicht gemerkt habe. Im Halbschlaf bezog ich das Bett neu, wusch das Kind und versuchte wieder zu schlafen. Um kurz vor 5 schlief die Kleine wieder ein, wenige Minuten bevor mein Wecker klingelte. Damit ich den Tag überstehe, entschied ich heute mal auf meine Überstunden zurück zu greifen und schlief noch eine Stunde. Als ich erst um halb 8 im Büro ankam fragten die Kollegen schon wo ich bleibe. So schnell gewöhnen die sich daran, dass ich nun immer früh anfange.

Um halb 3 machte ich Feierabend, düste schnell nach Hause und holte Putzsachen. Mein Mann hatte glücklicherweise heute frei, die Kleine hat sich für die Akion heute Nacht also immerhin einen guten Tag ausgesucht.

Nachmittags traf ich mich mit meiner Schwiegermutter und einer Freundin zum Putzen in der Wohnung. Die Schwiegermutter zauberte im Bad und brachte das richtig versiffte Badezimmer zum Strahlen. Meine Freundin und ich schrubbten die Fensterrahmen.

Nach zwei Stunden ließen wir die Putzlappen fallen, viel mehr ging einfach nicht nach einem Arbeitstag.

Jetzt ist es halb 8, ich habe mit den Kindern und dem Mann gegessen und den Mann hier abgelöst. Der wird nun in der Wohnung beginnen Tapete von den zwei Wänden im Wohnzimmer zu lösen. Das wollte er eigentlich am Vormittag machen, aber mit Kindern zusammen funktioniert das nicht.

Ich bringe nun noch die Kinder ins Bett und falle dann um. Mal sehen wie viel wir diese Woche noch schaffen.